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Laufende Projekte

Modulare Psychotherapie vs. Standardbehandlung mit KVT: eine randomisiert-kontrollierte Studie

A modular add-on approach for patients with comorbid depression and a history of childhood maltreatment (Elisabeth Schramm und Arbeitsgruppe)

In einer aktuellen DFG geförderten Feasibility-Studie (Laufzeit: 2020-2023) untersuchen wir, ob manualisierte Kognitive Verhaltenstherapie (KVT nach Hautzinger) durch den Einsatz personalisierter Module zur Behandlung von Defiziten in spezifischen Funktionsbereichen effektiv ergänzt werden kann.

Hierfür werden 70 ambulante Patienten mit episodischer oder persistierender Major Depression, Komorbidität auf Achse I oder II und Misshandlungen im Kindesalter in 20 Einzelsitzungen mit modularer Psychotherapie (KVT + Module) oder Standard-KVT für Depressionen behandelt. Die drei Module der Modularen Psychotherapie fokussieren auf Defizite in den Systemen der negativen Valenz (Hypersensitivität gegenüber sozialer Bedrohung), soziale Prozesse (Mentalisierung) und Arousal (Emotionsregulation). Nach einer spezifischen Diagnostik werden zur personalisierten Behandlung Elemente aus den Therapieansätzen CBASP, Mentalisierungsbasierte Psychotherapie und Achtsamkeit integriert.

Dismantling CBASP: A Pilot Study to Identify the Active Ingredient

Lee R. Long - Department of Community Care and Counseling, Liberty University

This study (2022-2024) investigates a recent therapy model, the CBASP, which empirical research has repeatedly validated as an effective treatment for persistent depressive disorder. CBASP involves two distinct treatment ingredients: (a) a problem-solving strategy labeled Situational Analysis, and (b) a therapist role ingredient known as Interpersonal Discrimination Exercise, which helps patients perceptually differentiate the psychotherapist from toxic, maltreating significant others who have harmed the patient and contributed to the onset of the disorder.
Research has yet to dismantle the two active ingredients to determine if one or both contribute to the previously reported significant treatment effects. This pilot investigation uses an intensive case study design to address the dismantling question as it compares the two components when administered separately and when administered together.

Die ChangePDD Studie – Welche Psychotherapie wirkt bei einer chronischen Depression individuell am besten?

Depressive Erkrankungen verlaufen bei einem ca. Drittel der Betroffenen chronisch und haben oft einen frühen Beginn im Kindes- und Jugendalter. Häufig wurden bereits mehrere Therapieansätze aus den Bereichen Pharmakotherapie und Psychotherapie versucht, die in der Regel keine ausreichende längerfristige Wirkung gezeigt haben.

Mit der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten ChangePDD Studie möchten wir dazu beitragen, die Psychotherapie bei Menschen mit einer chronischen Depression entscheidend zu verbessern. So wollen wir untersuchen, welche Form von Psychotherapie für den einzelnen wirksamer ist, um zukünftig gezielter und effektiver behandeln zu können. 

Verglichen werden zwei evidenzbasierte psychotherapeutische Verfahren CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy) und BA (Behavioral Activation). CBASP fokussiert auf interpersonelle Muster im Erleben und Verhalten sowie deren Veränderung. Bei BA handelt es sich um eine Weiterentwicklung der klassischen Verhaltensaktivierung in Richtung einer individualisierten, wertebasierten Therapie.

Bei Teilnahme erhalten Sie nach dem Zufallsprinzip entweder CBASP oder BA als intensives 10-wöchtiges stationäres (oder partiell teilstationäres, d.h. 5 Wochen stationär und 5 Wochen teilstationär) Therapieprogramm mit einer folgenden ambulanten Behandlungsphase über 6 Wochen von einem geschulten Behandlungsteam.

Die ChangePDD Studie wird in an acht Universitätskliniken (Berlin, Bonn, Hannover, Jena, Lübeck, Marburg, München, Tübingen) angeboten.

Weitere Informationen und Kontakte zu den Studienzentren finden Sie über folgende
Webseite: https://psychologie.uni-greifswald.de/changepdd/

Diese Studie wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

GRuppenintervention für InterPersonelle Skills (GRIPS): das Kiesler-Kreis-Training als transdiagnostische Augmentationstherapie (Leitung: Anne Guhn und Eva-Lotta Brakemeier)

In einer aktuellen DFG-geförderten randomisiert-kontrollierten Studie an den Standorten Berlin und Greifswald wird die Machbarkeit und Wirksamkeit des Kiesler-Kreis-Trainings (KKT) als ergänzende Gruppenpsychotherapie zur Verbesserung zwischenmenschlicher Fertigkeiten bei Patient:innen mit Depression oder Angststörungen und interpersonellen Problemen untersucht.

Das KKT basiert auf einem integrativen Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung interpersoneller Probleme, das im CBASP für die chronische Depression entwickelt und im Rahmen des Trainings für interpersonelle Probleme als transdiagnostischer Ansatz adaptiert wurde. Die 12 wöchentlichen Gruppentherapiesitzungen thematisieren nach einem Einführungsmodul die vier Module nonverbale Kommunikation, verbale Kommunikation, Konflikttraining und Empathie, wobei zwei zusätzliche Einzelsitzungen vor Beginn der geschlossenen Gruppe der Erarbeitung eines individuellen Störungsmodells und der Formulierung von Übertragungshypothesen für die Gruppe dienen.

Verglichen werden eine individuelle state-of-the-art kognitive Verhaltenstherapie (KVT, Kontrollgruppe) mit einer KVT, die durch das Kiesler-Kreis-Training (KVT+KKT, Interventionsgruppe) augmentiert wird. Insgesamt sollen 156 Patient:innen untersucht werden. 

Diese Studie wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Ansprechpartnerin:

Dr. rer. nat. habil. Anne Guhn, Dipl.-Psych.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
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Möchten Sie Ihr eigenes Forschungsprojekt hier vorstellen?

Bitte senden Sie eine kurze Beschreibung der Studie und entsprechendes Material an Frau Prof. Elisabeth Schramm (E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).

Bitte nennen Sie dabei den offiziellen Namen des Projekts, ob und von wem das Projekt gefördert ist und die vorgesehene Laufzeit. Der Vorstand behält sich eine Prüfung der Anfrage vor. Unabhängig von der Einschätzung des Vorstands bleibt die Verantwortung hinsichtlich ethischer und forschungslogischer Fragen vollständig bei der jeweiligen Forschergruppe.

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